Leseprobe: Angriff der Vampire

Erscheinungsdatum: 01. Oktober 2014

Genre: Fantasy, Vampire, Dark Fantasy

Seiten: 273

Preis:

0,99

Kurzbeschreibung:

Ein bösartiger Magier wurde vor über 20 Jahren aus dem Königreich verbannt. Nun kehrt er mit einer Armee aus Vampiren zurück und plant einen geheimen Krieg gegen die Menschen von Askuria. Enol, dessen Vater durch die Taten des Magiers umkam, erkennt was vor sich geht und gerät dadurch zwischen die Fronten zweier erbitterten Feinde.
Michael Stauner
Angriff der Vampire
Roman

Inhaltsverzeichnis

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Epilog

Prolog

Kel’s Schritte hallten durch den gesamten Palastflur. Abgesehen von dem rhythmischen Trommeln des Regens, waren dies die einzigen Geräusche in der kargen Dunkelheit.

Die Tropfen prasselten vereinzelt gegen die schmalen und hohen Fenster, welche alle paar Meter in den dicken Wänden eingebaut waren. In Rinnsalen floss das Wasser von außen herab, während sich im Inneren die Glasscheibe leicht beschlug.

Die meisten Fackeln in den Gängen waren bereits erloschen. Wodurch der breite und karge Flur, in einem spärlich glimmernden Licht, noch düsterer wirkte. Dies störte Kel jedoch nicht, da er sämtliche Wege der Burg Gezeitentrotz schon auswendig kannte.

Als Anführer der persönlichen Leibgarde des Königs hatte Kel wenig zu tun. Vor allem in Zeiten wie diesen, dem Frieden. Was es umso verwunderlicher machte, dass Meno ihn zu dieser Stunde hatte rufen lassen. Kel sehnte sich wieder zurück in sein angenehmes Bett und zu seiner Frau.

Bei dem Gedanken an sie fing er an zu lächeln, sie hatte den Bediensteten, der ihm die Nachricht des Königs überreicht hatte, wüst beschimpft. Und das nur weil er Enol, seinen Sohn, aufgeweckt hatte. Nach etlichen Geschichten über finstere Kreaturen und glorreichen Helden, welche tapfer und furchtlos gegen sie kämpften, war der Kleine endlich eingeschlafen.

Kel war stolz auf ihn, er war nun schon fünf Zyklen alt und behauptete sich schon gut bei den ersten gemeinsamen Fechtstunden. Aus ihm würde mal ein großer Kämpfer werden, da war sich Kel ganz sicher.

Schließlich durchquerte er den letzten Gang und erreichte sein Ziel. Vor den Gemächern des Königs standen zwei seiner Leibwachen, welche zackig Haltung annehmen, als sie ihren Vorgesetzten sahen. Kel nickte ihnen kurz zu und klopfte zwei Mal kräftig mit dem Griff seines Dolchs gegen die massive Eichentür bevor er eintrat.

König Meno saß auf einem Hocker vor dem Kamin und starrte abwesend in die Flammen. Der Schein des Feuers beleuchtete flackernd den König. Er war ein stattlicher Mann mit gelockten braunen Haaren und einem gestutztem Vollbart. Jedoch verrieten die ersten weißen Haare, dass er bereits über der Blüte seines Lebens war.

Kel räusperte sich verlegen, da der König immer noch in den Kamin sah. Meno drehte sich um und begrüßte ihn lächelnd.

»Majestät«, erwiderte Kel knapp.

»Du darfst locker stehen Kel, sagte Meno müde und fuhr fort: »Du wunderst dich sicher, warum ich dich zu so einer späten Stunde herbitte, nehme ich an.«

Kel unterdrückte sich mühsam ein Gähnen. »Ja.«

»Es gab einen Bericht, dass Merdor ein frisches Grab geschändet hätte...«, auf Kel’s ungläubigen Blick fügte er hinzu, »und dies ist nicht die erste Meldung.«

Merdor war der größte Magier im gesamten Königreich, er hatte ihnen im Krieg gegen die Gurai geholfen und war ein Held. Kel konnte sich nicht vorstellen, dass die Vorwürfe wahrer Natur waren.

»Bei allem Respekt, König, aber Merdor ist ein Kriegsheld. Ich halte es für sehr Unwahrscheinlich, dass...«

Meno unterbrach Kel freundlich: »Du sollst ihn nur mit einer Eskorte zu mir bringen und zwar jetzt. Falls er wirklich dunkle Magie benutzt sollte sich das mit einem Gespräch beenden, er war mir schon immer treu ergeben. Du darfst wegtreten.«

Kel nahm wieder Haltung an und verließ das Gemach. Er wusste genau, dass eine Diskussion mit seinem König sinnlos war. Wenn Meno sich einmal entschieden hatte konnte man ihn nicht mehr umstimmen. Als er die Tür hinter sich wieder schloss kam gerade die Ablösung der Wache. Er besah kurz die beiden Männer, welche sich auf den Weg in ihre Unterkunft machen wollten.

»Nori! Torik!«, bellte Kel, »mitkommen!«

Zufrieden über seine Autorität marschierte er mit den beiden durch den Nordflügel der Burg.

»Entschuldigt, dass ich euren Schlaf raube. Aber wir müssen unserem Magier einen Besuch abstatten«, erklärte Kel unterwegs.

Nori, ein schwarzhaariger Veteran mit vielen Bartstoppeln, murrte nur unglücklich. Er trug, wie Torik und er selbst, ein Schwert an der linken Seite sowie einen Parierdolch an rechten. Das Kettenhemd das beide trugen war nicht notwendig, jedoch bestand Kel darauf, dass die Leibgarde diese während der Dienstzeit anlegen. Er selbst hatte nicht die Zeit gehabt sich eins überzustreifen, jedoch hatte er den, für die Leibgarde typischen blauen Umhang umgeworfen.

Torik, der jüngste von allen dreien, hatte trotz seines Alters schon sämtliche Haare verloren. Neugierig fragte er, »Was hat Merdor denn verbrochen?«

Kel beäugte ihn kurz. »Schwarze Magie«, erwiderte er knapp. Torik schien ein Schauer über den Rücken zu laufen und Nori wirkte augenblicklich wacher.

»Ich denke aber, dass das nur Gerüchte sind. Wir sagen ihm, dass der König eine Audienz wünscht, bringen ihn in den Ostflügel und dann könnt ihr euch endlich in eure Gemächer begeben«, beruhigte Kel schnell seine Kameraden.

Und ich hoffe, ich kann dann wieder zu Mira und Enol, fügte er in Gedanken hinzu. Falls sich Merdor unkooperativ verhalten sollte musste er beim König bleiben, bis die Angelegenheit geklärt war.

Sie bogen in den Gang zu Merdors Unterkunft ab, schwacher Verwesungsgeruch schoss in Kels Nase. An den Gesichtsausdrücken seiner Begleiter sah Kel, dass er sich das nicht nur einbildete.

Vor Merdors Tür wurde der Fäulnisgeruch stärker. Kel’s Hand wanderte instinktiv zu seinem Schwertgriff. Er atmete einmal tief durch, was jedoch keine gute Idee war. Dann klopfte er zweimal laut gegen die Tür. Vergebens wartete er auf eine Reaktion.

»Merdor! Hier ist die Leibwache des Königs! Öffne die Tür!«, schrie Kel und schlug schon förmlich gegen das modrige Holz, welches unter der Wucht leise ächzte.

Kel ging einen Schritt zur Seite und nickte Torik zu, der sich mit Anlauf gegen die Tür warf. Das Holz splitterte und Torik stolperte, mehr als er ging, in Merdors Unterkunft. Kel folgte ihm mit bescheidenem Abstand und musste sich eine Hand vor den Mund halten, damit er sich nicht übergab.

Der Anblick der geschändeten Leiche, welche direkt vor ihnen auf einem Tisch lag, machte Kel’s Übelkeit nicht besser. Mehrere Rippen ragten blutig aus der Brust des Kadavers, beide Arme endeten in einem blutigen Stumpf. Wundersamer weise waren keine Fliegen oder sonstigen Insekten im Raum.

Kel sah sich um, mehrere Kerzen beleuchteten spärlich den dunklen Raum. Die Wände waren voll mit Bücherregalen, sowie mehreren Behältern mit obskuren Inhalten. Den Magier sah er jedoch nirgends.

Ein Stöhnen ließ ihn herumfahren. Kel sah verdutzt zu, wie sich der Kadaver langsam aufrichtete und dabei laute und zugleich unmenschliche Geräusche von sich gab.

»Bei allen Göttern...«, flüsterte Kel und zog sein Schwert, seine Begleiter machten es ihm nach, gingen jedoch ein paar Schritte zurück.

Die schmatzenden Geräusche des Untoten wurden zu einem bedrohlichen Knurren. Kel hatte genug gesehen, er holte zum Streich aus und durchtrennte die Halswirbel der Leiche, welche sofort wieder reglos auf den Tisch krachte.

Aus den Augenwinkeln sah er, wie Torik darum kämpfte sich nicht zu übergeben.

»Ihr habt ihn getötet!«, donnerte eine dunkle Stimme hinter ihnen. Kel fuhr ruckartig herum. Ein alter Mann mit grauen Haaren und einer dreckigen, braunen Robe stand an der Türschwelle und stützte sich zitternd auf einen Holzstab.

»Merdor, auf Befehl König Menos steht ihr unter Arrest!«, bellte Kel schroff und kam langsam näher. Seine Klinge richtete er dabei auf die Brust des Magiers.

Dieser verzog seinen wütenden Gesichtsausdruck nun zu einem hämischen Grinsen. Abrupt stieß er seine Hand energisch in Kel’s Richtung, welcher durch eine unsichtbare Kraft zurückgestoßen wurde. Die Zeit verging nun langsamer für ihn. Er sah wie aus Merdors Hand ein blauer Blitz in Richtung Nori zuckte und Torik zeitgleich einen Schwerthieb auf die Kehle des Magiers versuchte.

Dann spürte Kel, wie er gegen das sich splitternde Fenster krachte und in die Nacht stürzte. Eine Holzdecke unter ihm zerbrach und er landete hart auf einem Heuboden. Stöhnend richtete er sich auf und sah nach oben in den Regen, einzelne Kampfgeräusche vernahm er noch, dann war es still.

Halb benommen sah sich Kel in der Scheune um, ein Pferd tänzelte nervös hin und her. Er nahm es an den Zügeln und führte es nach draußen. Schnell sprang er in den Sattel und ritt in einem halsbrecherischen Tempo dem Tor der Burg entgegen. Merdor durfte nicht entkommen.

Plötzlich tauchte aus einer Seitengasse vor ihm ein anderer Reiter auf, der genauso schnell ritt.

»Bastard!«, fluchte Kel wütend und gab seinem Pferd die Sporen.

Im vollen Galopp ritten die beiden durch das offene Burgtor, die komplette Straße war erfüllt von dem schnellen Aufschlagen der Pferdehufen.

Sie ritten durch den Marktplatz, als plötzlich Merdors Pferd ins Rutschen geriet und daraufhin stürzte. Schnell zügelte Kel sein eigenes, welches ebenfalls zum Straucheln anfing. Bevor es jedoch zu Boden ging, sprang Kel ab und landete dicht vor Merdor, der auf dem Rücken vor ihm wegrutschte.

Kel lief, mit einem Kriegsschrei auf den Lippen, auf ihn zu, als plötzlich blaue Strahlen aus Merdors Händen schossen. Sie tauchten den ganzen Marktplatz in ein dunkles, unnatürliches Licht. Schließlich trafen sie Kel’s Brust.

Stöhnend und sich vor Schmerzen ringend sank Kel auf die Knie.

»Ich sollte König sein!«, schrie Merdor wütend und schoss noch eine Salve Magiestrahlen auf den Anführer der Leibgarde ab.

Kel ging nun ganz zu Boden. Auf dem Rücken liegend sah er die einzelnen Regentropfen auf sich herabfallen. Mühsam drehte er den Kopf und sah den Magier,  der wieder auf sein Pferd stieg. Dann wurde alles schwarz.

 

 

Merdor stand auf einem Hügel und blickte dem Morgengrauen entgegen. Die Sonne färbte das Land hinter sich orange. Er wandte seinen Blick von den Bäumen ab und sah in die Askurische Wüste. Nie zuvor hatte sie jemand durchquert und war wieder zurückgekommen.

Es war ihm egal, hier hatte er keine Zukunft mehr. Sie würden ihn für seinen Verrat jagen. Langsam trottete er mit seinem Pferd dem Sand entgegen.

Kapitel 1

20 Jahre später…

 

Enol nahm einen kräftigen Schluck von dem würzigen Met und stellte den Krug wieder auf den Tisch. Er saß abgeschieden in der Ecke eines wenig besuchten Wirtshauses und betrachtete sich selbst im Spiegel auf der anderen Wand.

Seine braunen, kürzeren Haare standen leicht  nach oben ab und mehrere Barstoppeln ließen ihn älter aussehen. Mit seinem abgewetzten Mantel wäre niemand auf die Idee gekommen, dass er ein Mitglied der königlichen Leibgarde war, wie einst sein Vater vor etlichen Jahren.

Unbewusst fuhren Enols Finger um seinen Siegelring an seinem rechten Ringfinger. Der Ring symbolisierte, dass er der Anführer der Leibgarde war und somit hohe Verantwortung trug.

Die Bardame kam vorbei und schenkte ihm, ohne nachzufragen, einfach nach. Enol nickte ihr dankbar zu, bevor sie sich umdrehte und davon ging.

»König Meno ist der größte Narr!«, hallte es vom benachbarten Tisch zu Enol. Er schwenkte leicht mit dem Kopf in die Richtung des Sprechers. Ein dicklicher Mann, der längst über seine beste Zeit hinaus war. Mehrere Narben in seinem Gesicht deuteten darauf hin, dass er einmal gekämpft hatte.

»Ich sage euch...«, fuhr der Sprecher fort, »bald wird es wieder einen Krieg mit den Gurai geben. Sogar die Gurai, die dreckigen Bergbewohner, planen uns anzugreifen!«

»Das glaubst du doch selbst nicht«, lachte ihn einer seiner beiden Freunde aus.

»Oh doch. Oder denkst du etwa, dass die Angriffe im Norden wirklich von irgendwelchen Bestien begangen werden?! Ich sage dir, das sind die Gurai!«

Der Sprecher stand schwankend auf und lallte laut: »Hätte Meno damals nicht Merdor verbannt, würden die sich jetzt noch ordentlich benehmen!«

»Merdor war ein Verräter«, brummte Enol mit einem drohenden Unterton.

Der Sprecher drehte sich zu ihm um. »Angeblich! Ich finde Merdor hat damals nur das einzig Richtige getan!«

Bevor der Sprecher reagieren konnte sprang Enol auf, lief über den Tisch und landete mit einer Kopfnuss auf dem Mann. Enol nahm einen Stuhl und schlug ihn so fest über den Rücken des Sprechers, dass er zerbrach.

Seine zwei Freunde hatten sich von dem Schock erholt und griffen ihn nun an. Enol duckte sich unter einem Schlag hinweg und verpasste dem Angreifer einen Kinnhaken, sodass er rückwärts stolperte. Dem anderen verabreichte er einen kräftigen Tritt in die Magengrube, während er auf ihn zulief. Enol ging dem ersten Angreifer nach und schlug ihm noch zweimal ins Gesicht, wodurch dieser zu Boden ging.

Der andere hatte nun seinen Dolch gezückt und umkreiste ihn geduckt. Enol wich dem ersten Stoß seitlich aus und packte dabei den Arm seines Gegners, ein schneller Ruck kugelte dessen Arm aus und er brach schreiend zusammen.

Enol betrachtete seine Verwüstung. Zwei zerschmetterte Stühle, zwei bewusstlose Kerle, von denen einer blutete und einer, der winselnd vor ihm wegkroch.

Er musste hier verschwinden, wenn das König Meno erfuhr war er die längste Zeit Anführer der königlichen Garde gewesen. Schnell stürmte Enol aus dem Wirtshaus und auf die Straße, in dem Menschengetümmel zog er sich seine Kapuze über und fing an zu schlendern.

 

 

Kaum eine Wolke verdeckte die unzähligen Sterne am Himmel, es war eine ruhige und kühle Sommernacht. Die einzigen Geräusche die Bado vernahm, waren das Plätschern des Flusses und das langsame Knattern des Wasserrades seiner Mühle.

Gelangweilt saß er da und stocherte mit einem dünnen Metallstab in die Glut des Feuers.

Zu gern wäre raus gegangen, aber in letzter Zeit war dies zu gefährlich. Viele Menschen waren durch Angriffe von Bestien gestorben, die meisten in seiner Umgebung. In der Nähe des Dunkelwalds. Alle redeten von Ungeheuern, aber Bado gab nichts auf diesen Aberglauben.

Lautes Klopfen an der Tür ließ ihn aufschrecken. Wer kam zu so später Stunde noch vorbei? Das Klopfen wiederholte sich. Bedächtigen Schrittes und mit dem Metallstab in der Hand näherte sich Bado der Tür.

Er zog sie einen Spaltbreit auf und sah einen großen, hageren Mann vor ihm stehen. Trotz seiner dünnen Statur sah er nicht schwach aus, eher drahtig. Der Unbekannte trug eine schwarze Lederhose, sowie eine mattschwarze Tunika. In seinem Gesicht befand sich kein einziges Barthaar. Schulterlange, blonde Haare ließen ihn adlig wirken.

Sein stolzer, fast schon arroganter, Gesichtsausdruck und das Schwert, welches an seiner linken Seite hing, rundeten sein Profil ab.

»Was wollt ihr?«, fragte Bado ihn unhöflich.

Der Unbekannte setzte ein Lächeln auf. »Verzeiht, dass ich Euch zu dieser Stunde noch störe, aber ich suche eine Unterkunft für diese Nacht. Und in diesen Zeiten ist es draußen sehr gefährlich.«

Bado fand etwas an dem Mann unheimlich, sagte jedoch nichts.

»Darf ich eintreten?«, fragte er nun direkt.

Bado schaute an dem Mann vorbei in die Dunkelheit, es war tatsächlich gefährlich, also wäre es unrecht ihm eine Unterkunft zu verwehren.

»Ja, ihr dürft reinkommen«, sagte er schließlich und ließ den Fremden gewähren.

»Wie heißt ihr eigentlich?«

Der Fremde setzte zu einer Verbeugung an. »Tabor ist mein Name. Und Eurer?«

»Bado«, erwiderte er knapp und setzte sich wieder in seinen gemütlichen Sessel.

»Wohnt ihr hier alleine?«, fragte Tabor, welcher wohl an einem Gespräch interessiert war.

Bado nickte nur und spielte wieder mit der Glut.

Tabor nahm auf dem Boden Platz, da es in der kleinen Hütte keinen weiteren Sessel gab.

»Aber ihr könnt doch unmöglich so eine große Mühle alleine im Betrieb halten«, setzte er erneut an.

Bado entwich ein Stöhnen.

»Morgens kommen aus einer Nachbarstadt junge Burschen, welche für einen kleinen Lohn hier arbeiten dürfen«, erklärte er müde.

Tabor lächelte und kratzte sich dabei über das Kinn. »Kommen die vor oder nach dem Morgengrauen?«

Bado fand diese Frage äußerst merkwürdig, aber behielt seine Verwunderung für sich.

»Davor.«

»Das ist wunderbar.«

Seine Stimme klang nun nicht mehr freundlich, sondern viel dunkler. Bado sah verwirrt auf und flog im gleichen Moment nach hinten. Schwer prallte er an die Holzwand, welche gute zwei Meter vom Kamin entfernt war.

Mühsam richtete sich Bado auf und der Anblick ließ das Blut in seinen Adern gefrieren. Dunkle Linien, welche an Adern erinnerten, umrahmten Tabors Gesicht. Aber das war nicht das Schlimmste. Aus seinem Mund ragten vier spitze lange Zähne, wie die eines Raubtiers. Wie ein solches grinste Tabor und kam näher.

Vor Schock und Angst konnte sich Bado nicht mehr bewegen und sah hilflos dabei zu wie das Monster die Fänge in seinen Hals trieb. Er spürte, dass warmes Blut an ihm herunterlief und dann verschwamm die Welt langsam vor seinen Augen.

 

 

»Was ist nur in dich gefahren?!«, polterte Meno wütend.

Die Zeit hatte an ihm genagt, er hatte mittlerweile überwiegend weiße Haare, sowie einige Falten im Gesicht. Nichtsdestotrotz war seine Ausstrahlung immer noch königlich und ehrerbietend. Der König trug eine dunkelblaue Seidenrobe mit goldenen Stickereien, die grazile Krone rundete sein Erscheinungsbild ab.

Sie standen in der Königshalle, welche oval gebaut war und einen zwanzig Meter langen Durchmesser besaß. Der Boden war aus Granit, ebenso die Wände und die Säulen an den Seiten, an welchen Wandteppiche hingen. Die Mauern liefen nach oben hin zusammen, wo sie sich mittig ab wölbten und ein rundes Loch in der Decke hinterließen. Dort war ein großes Glasfenster verankert, welches einen Blick in den Wolkenfreien Himmel gewährte.

Auf der Vorderseite der Halle waren einige längliche Fenster, von denen aus man auf den Marktplatz der Stadt sehen konnte. Davor befand sich der imposante Thron aus Massivgold, von dem der König gerade aufgesprungen war.

In seiner Hand hielt er Enol einen Steckbrief hin. Der Mann darauf ähnelte ihm bis auf das kleinste Detail.

»Du kannst von Glück reden, dass keiner der Männer dabei gestorben ist!« Meno sank wieder auf seinen Thron und versuchte sich zu beruhigen.

»Bei allem Respekt, König…«

Meno winkte genervt ab und hielt sich seine alte Hand an den Kopf.

»Ich habe eine Aufgabe für dich«, wechselte er nun das Thema.

Enol sah neugierig auf.

»Du hast sicher schon von den Angriffen im Norden gehört. Einige sagen es wären Bestien, andere es wären nur Wölfe und wieder andere behaupten es wären die Gurai« er stockte kurz und sah Enol in die Augen.

Dann fuhr er fort: »Die Gurai sind sehr unwahrscheinlich, da sie zwar auch im Norden wohnen, aber südlicher von den Angriffen. Ich will, dass du mit einem kleinem Trupp aus der Garde in den Norden reitest und dir das ansiehst. In der Zwischenzeit entbinde ich dich von deinem Amt, als Hauptmann der königlichen Garde.«

Enol war sprachlos und starrte seinen König nur an.

»Deinen Siegelring, Enol«, forderte er ihn auf.

Schweigend zog er den Ring von seinem Finger und legte ihm Meno in seine ausgestreckte Hand.

»Torik wird sich in der deiner Abwesenheit um alles kümmern, das hat er auch nach dem Ableben deines Vaters geschafft. Ich will, dass du dich morgen, bei Sonnenaufgang, auf den Weg machst. Du darfst jetzt wegtreten.«

Enol drehte sich um und stürmte durch die Halle, so dass seine Schritte von den Wänden wiederhallten. Er verzichtete auf die Verbeugung und somit auch auf die Etikette. Wütend stoß er die massiven Holztüren auf und lief durch die Gänge der Burg Gezeitentrotz.

Kapitel 2

Enol stand im Burghof und sattelte seinen schwarzen Hengst. Die ersten Sonnenstrahlen leuchteten bereits über die Burgmauern.

Er hatte sich gestern drei entbehrliche Männer aus der Garde herausgesucht, welche sich gerade ebenfalls reisefertig machten. Sie alle trugen braune Lederhosen, die von ihrem Kettenhemd bis kurz über Knie verdeckt wurden. Sowie den für die Garde typischen dunkelblauen Umhang. Enol hatte sich für ein Schwert und einen Parierdolch entschieden.

Jerome, sein treuester Freund, hatte mittellange schwarze Haare und trug die gleichen Waffen wie Enol. Sie hatten damals dieselbe Ausbildung erhalten und waren ebenbürtige Kämpfer.

Eric hingegen entschied sich für einen Bogen und zwei kleine Beile, welche an seinem Waffengürtel hin und her baumelten. Er hatte sich seine Haare abrasiert und machte durch seine schmale Statur einen schwächlichen Eindruck.

Zu guter Letzt stand noch Veit in der Reihe, welcher kurz geschorene blonde Haare und einen ungepflegten Bart hatte. Er trug ein Schwert und ein Schild, auf dem das Emblem der Königsgarde aufgemalt war.

Enol stieg in den Sattel von seinem Pferd und betrachtete seine kleine Truppe, zu gerne hätte er mehr mitgenommen.

Er räusperte sich. »Wie ihr schon wisst haben wir den Auftrag herauszufinden, was im Norden vor sich geht.«

Veit ließ ein Stöhnen entweichen, woraufhin Enol ihn mit einem scharfen Blick fixierte.

»Wir sollen nur auskundschaften und nicht eingreifen«, erklärte Enol.

Veit schnaubte, »Warum erklärst du uns das nicht auf dem Weg? Würde Zeit sparen.«

»Soldat! Nur weil ich temporär nicht der Hauptmann der Grade bin, heißt das nicht, dass du mir keinen Respekt entgegen bringen musst!«, maßregelte Enol ihn.

Veit schien das zu akzeptieren und schwieg.

»Wir reiten ohne Flagge und verhalten uns unauffällig. Der König dementiert immer noch jegliche Aktivitäten im Norden, es würde seine Autorität untergraben, wenn es bekannt wird, dass er einen Trupp, seiner Leibgarde losschickt«, fuhr Enol fort.

Er überlegte kurz, dann gab er den Befehl zum Aufsitzen und sie trabten aus dem Hof hinaus in die noch relativ leeren Straßen der Stadt.

Jerome lenkte sein Pferd neben Enols.

»Was hast du eigentlich verbrochen, dass du degradiert wurdest?«, fragte er ihn.

Enol nickte wortlos zu einem der Steckbriefe, der an einer Holztür festgenagelt wurde. Jerome fing an zu lachen.

»Wie sieht eigentlich der Plan aus?«

»Hm?«

»Wo reiten wir genau hin und was machen wir da genau?«, hakte Jerome nach.

»Wir reiten den Fluss in Richtung Norden entlang und nähern uns dem Dunkelwald dann von Osten«, erklärte Enol und betrachtete dabei den weißen Rand an seinem Ringfinger. Er vermisste den Ring, er war nicht nur ein Zeichen von Autorität und Verantwortung, sondern auch eine Art Erbstück für ihn.

»Das wäre die Frage wohin, aber was machen wir da?«, fragte Jerome erneut.

Enol seufzte, »Ich weiß es nicht. Wir schauen uns die Angriffe an und Kundschaften aus, solange bis wir wissen, wer oder was dafür verantwortlich ist.«

»Klingt mehr nach einer Strafe, als nach einer Mission«, beklagte er sich.

Enol riss sich im Vorbeireiten einen der Steckbriefe ab und betrachtete die Zeichnung. Die Bardame hatte sich sein Gesicht gut gemerkt.

 

 

»Meister, die Sonne steht am Zenit«, krächzte eine tiefe Stimme, in der Dunkelheit.

Er ging durch die Höhle und näherte sich dem Licht des Eingangs, sein Diener blieb ein paar Schritte entfernt stehen.

»Bringt mir den Gefangenen!«, donnerte er mit befehlsgewohnter Stimme. Tabor erschien mit einem, in Ketten gelegten, Mann. Seine Haare hingen nass herab und er humpelte mehr als er ging.

Mühsam stieß er, »Gnade. Bitte«, hervor.

Merdor drehte sich um und das Sonnenlicht von draußen zeigte seine alten, verfallenen Züge. Er hielt dem Gefangenen eine Kette vor das Gesicht.

»Wenn du Glück hast, bewahrt dich dieses Amulett vor dem Sonnenlicht. Wenn du Pech hast… nun ja«, erklärte er mit einem finsterem und diabolischem Lächeln.

Tabor nahm die Kette und legte sie um den Hals des Gefangenen, welcher ängstlich auf das Licht am Höhleneingang starrte.

»Geh raus«, befahl Merdor ungeduldig.

Langsamen Schrittes ging er dem Licht entgegen, es umhüllte ihn und er ging noch einen Schritt. Er stand nun vor dem Eingang direkt in dem Sonnenlicht und sank auf die Knie. Erleichtert fing er an zu lachen.

Das Lachen verwandelte sich schlagartig in hysterisches Schreien, mehrere Rauchschwaben stiegen von dem Körper des Mannes auf. Er versuchte zurück in die Höhle und ihrer sicheren Dunkelheit zu kriechen. Jedoch verpasste ihm Merdor mit einer energischen Handbewegung einen unsichtbaren Schlag, durch den er ein paar Meter zurückflog.

Das Sonnenlicht brannte weiter auf ihn ein und die Rauchschwaden um ihn herum wurden immer mehr. Das Schreien wurde nun zu einem markerschütternden Gejaule. Unter Schmerzen wand sich der Vampir qualvoll in den Sonnenstrahlen. Nachdem er gänzlich in Flammen aufging, brachen seine Todesschreie abrupt ab.

Tabor betrachtete den kokelnden Leichnam. »Es funktioniert schon einmal länger, als das letzte Mal.«

Merdor wandte seinen Blick ab und seufzte, »Es muss euch ermöglichen, unbegrenzt in der Sonne wandeln zu können. Du bist für deine Aufgabe heute Nacht bereit, Tabor?«

»Ja, Meister.«

 

 

Der kleine Trupp trabte den Fluss entlang.

»Können wir nicht mal eine Pause machen?«, beschwerte sich Veit.

Enol betrachtete die untergehende Sonne, sie waren den ganzen Tag durchgeritten. Aber er wollte ihm nicht Recht geben, es würde nur seine ohnehin schon geschwächte Autorität untergraben.

»Wir reiten bis nach Stromwacht und verbringen dort die Nacht«, erklärte Enol kühl.

Veit schnaufte, »Bis zu der dämlichen Flussstadt dauert es mindestens noch eine Stunde.«

»Was ist dann das vorne?«, fragte ihn Eric belustigt und zeigte auf die kleinen Umrisse der Stadt, welche im Abendrot glänzte.

Veit ließ nur ein Grunzen entweichen und beschleunigte sein Tempo.

Jerome zog eine Augenbraue hoch und sah Enol fragend an. Er wusste selbst nicht was mit Veit los war und zuckte nur mit den Schultern.

»Was machen wir eigentlich, wenn die Gurai hinter den Angriffen stecken?«, fragte Eric ihn.

»Wir reiten zurück und sagen es dem König«, sagte Enol knapp.

»Und was, wenn es Bestien sind?«

»Wir reiten zurück und sagen es dem König«, wiederholte er.

»Und wenn es Vampire sind?«

»Wir reiten zur...« Enol hielt kurz inne.

»Wenn es was sind?«, fragte er verwirrt.

»Vampire. Wesen der Nacht. Sie sollen einem das Blut aussaugen und sie sind stärker als zehn Männer zusammen, das einzige was sie antreibt ist ihr Hunger. Und das einzige, was sie stoppt ist das Sonnenlicht«, erklärte Eric eifrig.

Enol fing an zu lachen. »Das sind Geschichten um Kindern Angst zu machen.«

»Aber die Beschreibungen der Angriffe passen perfekt«, beharrte er auf seine Theorie.

Jerome fing nun auch an zu lachen, sogar Veit kicherte leise vor ihnen. Eric schwieg und senkte traurig seinen Kopf, während sie durch die Tore der Stadt ritten.

Sie lenkten in Richtung eines Wirtshauses ein und übergaben die Pferde einem Stallburschen, welcher sofort anfing sie zu striegeln.

Müde setzten sich die vier an einem Tisch in dem überfüllten Haus und bestellten sich Bier und eine Mahlzeit. Sie saßen schweigend da und Veit vertrieb sich die Zeit damit die anderen Gäste grimmig anzuschauen, sodass jeder einen Bogen um sie machte.

Ein Junge, dem die ersten Barthaare sowie einige Pickel sprossen, kam zu ihnen und legte ihnen einen Zettel auf den Tisch. Nachdem er von Veit angeknurrt wurde, verschwand er wieder so schnell wie er gekommen war.

Enol nahm den Zettel und las ihn durch, es war eine öffentliche Bekanntmachung für eine Hexenverbrennung.

»Sowas gibt es noch?«, fragte Jerome ungläubig.

»Hexen oder die Verbrennungen?«, erwiderte Enol.

Eric schaute auf. »Also Hexen, die sind sehr gefährlich, wenn sie erst einmal...«

Veit stöhnte laut und schlug ihm auf den Hinterkopf. »Keiner will deine Kindergeschichten hören!«

Eric wurde puterrot im Gesicht und nahm einen Schluck von seinem Bier.

»Ich denke es ist eine Magierin«, sagte Enol mit vollem Mund.

»Wenn sie keine schwarze Magie angewendet hat ist sie vielleicht unschuldig«, überlegte Jerome.

Enol mochte das Thema nicht, es erinnerte ihn nur an seinen Vater und dessen trauriges Schicksal.

»Der König hat damals erlaubt, alle zu verbrennen, die dunkle Magie anwenden, nach der Sache mit Merdor. Also ist nichts falsch daran, wenn sie Morgen brennt, ich denke wir sollten zuschauen«, erklärte Veit.

»Das ist barbarisch!«, erwiderte Jerome gereizt.

»Ich finde es amüsant.«

»Genug!«, unterbrach Enol.

»Wir halten uns da raus und reiten Morgen weiter«, sagte er in einem Ton, der keine Widerrede duldete. Schnell trank er seinen Krug leer, ließ das angefangene Essen stehen und ging raus.

 

 

Torik stand in der Königshalle und betrachtete schweigend den Siegelring, welchen er sich mit einer Kette um den Hals gebunden hatte. Er wollte ihn nicht über seinen Finger streifen. Der Ring gehörte Enol und er hatte immer noch Schuldgefühle, weil er damals zu schwach gewesen war Enols Vater und dem Magier auf den Marktplatz zu folgen. Nach all den Jahren hatte man immer noch nichts von Merdor gehört oder gesehen, vermutlich lag er schon längst in einem Grab.

Die großen Eichentüren, welche in die geräumige Halle führten, öffneten sich langsam. Ein blonder Mann mit blasser Haut und schwarzer Kleidung trat in Begleitung von einem Mitglied der Leibgarde ein. Die beiden Wachen vor der Tür schauten ihm neugierig nach und schlossen langsam wieder den Eingang.

König Meno sah ebenfalls neugierig auf.

»Mein König, dieser Mann ist von weit hergereist und bittet um eine Audienz mit euch, er sagte es könne nicht mehr lange warten. Sein Name ist Tabor«, stellte die Leibgarde ihn vor.

Torik gefiel der Fremde nicht, er war auf eine gewisse Weise unheimlich. Seine Hand wanderte langsam zu seinem Schwertgriff, wo er sie ablegte.

»Seid gegrüßt, Tabor«, eröffnete Meno freundlich.

Tabor reagierte nicht und sah sich gleichgültig den Raum an. Torik bewegte sich langsam näher zum König, welcher einige Schritte von ihm entfernt stand. Er wusste nicht, warum seine Wachen einen völlig Fremden, ohne Ankündigung hier hereinspazieren ließen.

»Wo kommt ihr her?«, versuchte der König erneut.

Tabor sah den König nun direkt an. »Ihr erinnert Euch wirklich nicht an mich? Merdor schickt mich.«

Torik zog augenblicklich sein Schwert, ebenso die Wache die mit reingekommen war. Tabor hingegen blieb ruhig, obwohl er unbewaffnet war.

Meno wurde merklich blass im Gesicht.

»Merdor fordert eure sofortige Abdankung als König«, sagte Tabor mit einem Lächeln.

Torik erwiderte wütend: »Der Magier ist ein Gesetzloser und Mörder! Er hat keine Forderungen zu stellen!«

Der Fremde ignorierte ihn. »Kommt ihr seinen Forderungen nach?«

König Meno stand vom Thron auf. »Richte Merdor aus, dass wir ihn wie einen Hund jagen werden und er sich für seine Taten verantworten muss.«

»Er wusste, dass ihr so etwas sagen würdet«, erwiderte Tabor und packte plötzlich das Schwert, der Leibwache und rammte es ihm in den Bauch.

Torik stürmte vor und holte zum Schlag aus, während sein Kamerad zu Boden sank. Tabor packte mit immenser Geschwindigkeit seinen Arm und mit seiner anderen Hand seine Kehle. Torik spürte, wie er hochgehoben wurde und ihm die Luft ausging. Dann sah er in das Gesicht des Monsters, mehrere schwarze Adern standen um seine Augen hervor und aus seinem Mund ragten Fangzähne. Tabor schleuderte ihn schnaubend zur Seite und ging mit schweren Schritten auf den König zu, der versuchte zu flüchten. Er packte Meno an seiner langen Robe und zog ihn zu sich.

Torik konnte noch zusehen, wie das Monster mit seinen Fängen in den Hals des Königs biss, dann verschwamm die Welt um ihn ins Dunkle.